Traditionstreffen Zentraler Geologischer Betrieb der SDAG Wismut am 05. Juni 2021 in Aue-Bad Schlema, Kulturhaus Aktivist ab 12:00 Uhr
 

Der ZGB der SDAG Wismut ruft!

Ehemalige Mitarbeiter des Zentralen Geologischen Betriebes der Sowjetisch-Deutschen-Aktien-gesellschaft Wismut, auch als ZGB oder Zich gleene Buden (wegen vielen Außenrevieren im DDR-Gebiet zwischen Frankfurt/Oder, Berlin und dem Harz über Schlema, Olbernhau, Pöhla, Raschau, Pockau, Nossen, Herzberg, Torgau, Delitzsch, Zeitz, Baldenhain, Pölzig, Drosen, Untschen, Ronneburg, Vetschau, Ilmenau, Zobes, Culmitzsch, Kayna, Saalfeld, Triebes, Rudolstadt, Schmölln, Schmiedeberg, Dippoldiswalde, Rottleberode, Cottbus, Klitten) bekannt, werden anläßlich

- 55 Jahre Gründung des ZGB zum 01.04.1966,

- 75 Jahre Bildung der sowjetischen SGEG (Saksonskaja Promyschlenno-Raswedotschnaja Partija) zum 01.04.1946 als einem Vorläufer des ZGB und

- dem Tag des Geologen jährlich zum ersten Sonntag im April

am Sonnabend, den 05. Juni 2021 ab 12:00 Uhr (dwenadzatj null null) am und im Kulturhaus Aktivist in Aue-Bad Schlema, Bergstraße 22 ein Traditionstreffen durchführen.

Vorstand SV
Die drei Initiatoren und  Organisatoren des ZGB-Treffens mit der ZGB-Betriebsfahne am RotenKamm, als geologischen Naturdenkmal in Bad Schlema mit dort erster bergmännischer Auffahrung bereits 1451.
v.l.n.r.: Wolfram Schlüter (Funkmechaniker und Abteilungsleiter Mikroelektronik/Rechentechnik), Ullrich König (Bohr-Brigadier und Ingenieurökonom), Reiner Brumme (Oberjustitiar), die gleichzeitig Vorstand des von Reservisten des ZGB gegründeten Gebirgs-Schützenvereins Carl Stülpner e.V. sind
.

 

Der russische Wismut-Verein "Otzi i djeti" -"Väter und Kinder" hat unsere Information zum ZGB-Treffen auf seiner Homepage
                                                                     www.wismut.su
gleich auf der Eingangsseite eingestellt und auch sofort eine freundliche Antwort dazu geschrieben.

 


Falls wegen der derzeit unbestimmbaren Corona-Lage der 05.06.2021 nicht realisiert werden kann, wird das Treffen einem späteren anderen Tag auch ab 12:00 Uhr an gleicher Stelle durchgeführt werden.

Die Gaststätte Füllort und das Uranbergbaumuseum mit dem großen Saal für Schlechtwetter sind durch uns schon für den Termin reserviert worden.

Der Leiter des Uranbergbaumuseums Herr Hermann Meinel hat mit dem Bogenschießverein auch die Nutzung der angrenzenden Grünfläche neben dem Kulturhaus Aktivist abgestimmt.
Die Parade-Gruppe des Bergbautraditionsvereins Wismut e.V. wird die offizielle Veranstaltung umrahmen.

Die Begrüßung der Teilnehmer erfolgt durch mich als Organisator.

Anschließend sind jeweils kurze Ansprachen von

- Dr. Horst Richter als letztem Generaldirektor der SDAG Wismut und vormaligem Staatssekretär der Geologie   und
- Hermann Meinel als Leiter Uranbergbaumuseum Bad Schlema und Vorstandsmitglied Bergbautraditionsverein Wismut e. V.

vorgesehen und schon abgestimmt.

Ein Grußwort des Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema Herr Heinrich Kohl an die Teilnehmer ist angefragt worden.

Wir stellen einige Vitrinen mit ZGB-Utensilien wie geologischen Abhandlungen und Karten, DIA-Bohrkronen aus der vom damaligen stellv. Hauptgeologen der SDAG Wismut Karl Feirer als Kundschafter im Dienste von Walter Ulbricht ‘besorgten’ Technologie von Longyear-Christensen, Geologenkompass, Polar-Planimeter u. ä. aus.

Für die Teilnehmer wird ein Vortrag zur Uran-Geologie durch den Diplom-Geologen Bernd Müller gehalten.

Als Besonderheit ("High light") wird der Geschäftsführer Diplom-Ingenieur für Tiefbohrtechnik Uwe Schindler der ausführenden Tiefbohrfirma Anger´s Söhne aus Hessisch-Lichtenau einen Vortrag zu den weltweit tiefsten gewerblichen Bohrungen in Espoo bei Helsinki in Finnland bis auf 6.400 m (sechstausendvierhundert) Teufe für ein Geothermie-Kraftwerk mit 40 MW Leistung mitten im Campus dieser Universitätsstadt halten.

Die ZGB-Fahne in Damast mit Karl-Marx-Orden und DSF-Ehrennadel in Gold konnte auf einem Dachboden im ostthüringischen Schmölln aufgetrieben werden. Die hängen wir an einen damals in den Bohrrevieren auf den Feldern und in den Wäldern eingesetzten geländegängigen straßenzugelassenen 4x4 UAS 469 und wer will, kann damit als Brigade oder Abteilung oder Einzelner ein Foto ‘vor der Truppenfahne’ aufnehmen.

Im Uranbergbaumuseum ist die Geschichte der SAG Wismut ab 1947 und der SDAG Wismut ab 1954 sowie der Wismut GmbH ab 1992 mit zahlreichen Ausstellungsstücken anschaulich präsentiert. Vor dem Uranbergbaumuseum sind Grubenloks, Mannschaftstransportwagen, Holzketscher und Zwillingsbohrwagen sowie Bunkerlader aus dem Wismut-Bergbau zu besichtigen.

Der unweit vom Kulturhaus Aktivist liegende modern gestaltete Kur-Park mit großem Kinderspielplatz und Damwild-Gehege lädt auch zum Verlustieren des freien Volkes auf freiem Grund ein.

Unser aus Reservisten des ZGB gegründeter Gebirgs-Schützenverein Carl Stülpner e. V. soll unter dem Salut-Kommandir Erich Mäder, Oberst a. D. und mit der SDAG Wismut durch einen Patenschaftsvertrag mit dem Bergbaubetrieb Schmirchau verbunden, zu Ehren der verschiedenen Jubiläen mit Flinten Salut schießen - das trägt laut Ortschaftsrat auch zur besseren Stimmung der Kurgäste bei.

Bei bereits erbetener Zustimmung der Stadtverwaltung Aue-Bad Schlema werden wir mit einem damals standardmäßigen sowjetischen geländegängigen 4x4 UAS 469 vom Kulturhaus Aktivist Fahrten zum Biedenkopf-Blick anbieten.

Vor der Gaststätte wird der Wirt Rostbratwüste grillen und isotonische Getränke sowie klare Wässerchen nicht mehr akzisefrei und nur in Maßen, nicht in Massen ausschenken. Die als Stolln ausgestaltete Gaststätte Füllort lädt auch zum Speisen ein.

Wer will, kann im nebenan gelegenen Kurbad in radioaktiven Wässern seine Gelenkschmierung verbessern - deshalb auch Rentnerwaschanlage genannt.

Wir haben mit Geologen, Mineralogen, Geophysikern, Bohrern, Mitarbeitern der Werkstätten, Laborantinnen, Technikern, Technologen und anderen Angestellten derzeit 1.702 Mann auf meiner konkreten Liste der ehemaligen ZGB-Mitarbeiter, darunter 297 ehemalige sowjetische Spezialisten. Zur Erläuterung wird angemerkt, dass der ZGB wissenschaftlich-geologisch-mineralogisch orientiert war und deshalb der prozentuale Anteil sowohl des ITP (Ingenieurtechnisches Personal) als auch der sowjetischen Spezialisten mehrfach über dem Durchschnitt der SDAG Wismut lag.  Wegen der Wismut-typischen Geheimhaltung kannten jedoch viele die Tätigkeit in anderen Abteilungen und selbst innerhalb der gleichen Abteilung des ZGB nicht und Personal-Listen wurden nicht geführt.

Insgesamt haben bisher 201 Personen ihre Teilnahme am Treffen zugesagt und 27 weitere stehen je nach Tagesform ihrer altersbedingte ‘Zipperlein’ auf ‘eventuell’. Die Veranstaltung wird als offene Veranstaltung durchgeführt. Die ehemaligen Mitstreiter können und werden also sowohl Partner als auch Kinder und Enkelkinder mitbringen können. Interessierte Gäste aus Aue-Bad Schlema und Umgebung sowie Kur-Gäste sind auch eingeladen.

Das Traditionstreffen ist bewusst vorrangig auf ehemalige ZGB-Mitarbeiter ausgerichtet, wird also nicht als allgemeines Wismut-Treffen zum Tag des Bergmanns Anfang Juli organisiert.

Wegen der Geschichte und dabei auch der Industriegeschichte der Region sowie den authentischen Teilnehmern mit deren zu erwartender Zahl und den Vorträgen ist abzusehen, dass das ZGB-Traditionstreffen mindestens in der Wismut-Region Aufmerksamkeit erregt und zur weiteren Bekanntheit beitragen wird.

Wir hoffen ebenfalls, dass die Beteiligung der Stadt Aue-Bad Schlema am Corona-Pilot-Projekt die Durchführung des Traditionstreffens auch in jetziger Zeit ermöglichen wird.

Anreise, eventuelle Unterkunft vor und nach dem Traditionstreffen sowie die Teilnahme selbst erfolgen durch die Teilnehmer auf eigene Kosten und eigenes Risiko. Eventuelle Übernachtungen können eigenständig z.B. über www.booking.com oder www.aue-badschlema.de (Unterkunft) gebucht werden - dabei sollte auf kurzfristige und kostenlose Stornierungsmöglichkeit geachtet werden.

Im Anhang sind 3 Fotos und die ersten beiden Zeilen eines Kopfbogens des ZGB der SDAG Wismut beigefügt.

Zum ZGB-Traditionstreffen wird auch ein nunmehr schon druckfertig vorbereitetes Buch mit zahlreichen, darunter bisher unveröffentlichten Dokumenten aus der Zeit der SAG Wismut und der SDAG Wismut sowie speziell dem ZGB und mit Fotos verschiedener Brigaden und Abteilungen den Teilnehmern angeboten werden können. Wer hier noch aussagefähige Fotos mit Name, Ort und Zeitangabe sowie Dokumente zur Aufnahme in das Buch hat, kann und soll diese bis spätestens 02.05.2021 als Redaktionsschluss für das Buch an info@ra-brumme.de übermitteln. Bei Aufnahme in das Buch erfolgt dann die Angabe mit beispielhaft "Archiv Max Müller".

Bei Fragen bitte einfach eine E-Mail an mich übermitteln.

Ich war von 1978 bis 1991 Oberjustitiar im ZGB und kannte durch die Querschnittstätigkeit alle Abteilungen und Bereiche - die dortigen Mitarbeiter kannten auch mich. Deshalb ist derzeit auch die lange konkrete Liste der ehemaligen Mitarbeiter mit deren Tätigkeit in den verschiedenen Abteilungen und Revieren entstanden und viele Dokumente greifbar.

Glück Auf!
Reiner Brumme
Oberjustitiar a. D.

nun nach 1990 Rechtsanwalt,
Fachanwalt Bau- und Architektenrecht und auch
Vorsitzender des Gebirgs-Schützenvereins Carl Stülpner e.V.

Eckstraße 1 a, 09113 Chemnitz
www.ra-brumme.de    info@ra-brumme.de
 

Bild 1: Bohrlochmess-Station auf SIL 157 an stationärer Bohranlage SIF-1200 in der Betriebsabteilung Ronneburg

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Bild 3: Mobile Bohranlage UKB 650 A auf schwerem Lkw KrAS 222 - “Thüringische Such- und Schürf-Expedition (TSSE) 1962 - der GAS-Verstoß ist verjährt

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Bild 4: Kopfbogen ZGB der SDAG Wismut

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Bild 5: vereinfachte Geologische Übersichtskarte Süd-Teil der DDR aus Geo-Fernerkundungs-Aufnahmen Sojus 22 und Salut 6/Sojus 31

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Bild 2: Einbau Bohrgestänge mit Umlenkrolle (Unterflasche = Jargon Uhu) und Förderöse an mobiler Bohranlage SKB 650 Brigade Langguth Revier Delitzsch 1985 rechts hinten 4x4 UAS 469B, Mitte hinten Arbeits- und Umkleidehänger am Bohrpunkt

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ZGB-Traditionstreffen in Freie Presse 30.04.2021

Artikel am 30.04.2021 in der FREIEN PRESSE

ZGB Traditionstreffen OTZ 24.04.21

Artikel am 24.04.2021 in der Ost-Thüringer Zeitung

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